Der Downloads-Ordner ist der Ort, an dem alles landet und nichts weggeht. Diese Anleitung zeigt beide Wege: von Hand mit Bordmitteln, und automatisch. Der erste kostet nichts als Zeit, der zweite nicht einmal die.
Jeder Download landet hier, aber nichts verlässt den Ordner je von selbst. Installationsprogramme bleiben liegen, nachdem die App installiert ist. Rechnungen und Tickets bleiben liegen, nachdem sie gelesen wurden. Nach zwei Jahren stehen dort mehrere tausend Dateien, und weil man ohnehin nichts mehr findet, sucht man gar nicht erst — man lädt lieber neu herunter.
Das Tückische daran ist nicht der Platz. Es sind die paar Dateien, die man wirklich noch braucht und die zwischen dem Rest verschwinden.
Öffne den Downloads-Ordner im Finder und schalte auf die Listenansicht um (⌘2). Klicke dann auf die Spalte Hinzugefügt am, um nach Datum zu sortieren. Siehst du die Spalte nicht, klicke mit der rechten Maustaste auf eine Spaltenüberschrift und hake sie an.
Jetzt stehen die ältesten Dateien beieinander. Alles, was älter als ein Jahr ist und dessen Namen du nicht wiedererkennst, kannst du in aller Regel in den Papierkorb legen. Sortiere anschließend nach Größe — dort liegen die Disk-Images und Archive, die am meisten Platz belegen.
Ein zweiter nützlicher Griff: Sortiere nach Zuletzt geöffnet statt nach Datum. Eine Datei, die du seit dem Herunterladen nie geöffnet hast, brauchtest du vermutlich nie.
Rechnungen, Verträge, Steuerunterlagen. In Deutschland sind Rechnungen privat zwar nicht aufbewahrungspflichtig, aber Gewährleistungsfristen laufen zwei Jahre, bei Handwerkerleistungen an Gebäuden fünf. Leg sie weg statt sie wegzuwerfen.
Lizenzschlüssel und Kaufbestätigungen. Oft eine unscheinbare Textdatei oder PDF, die beim Neuaufsetzen des Rechners plötzlich viel wert ist.
Dateien, die eine App noch braucht. Manche Programme legen ihre Daten neben sich ab. Wenn du ein Disk-Image löschst, aus dem eine App noch läuft, geht die App mit.
Doppelte entstehen fast von allein: Man lädt dieselbe Datei zweimal herunter, macOS hängt eine Ziffer an, und schon liegen rechnung.pdf und rechnung-2.pdf nebeneinander. Über Namen findet man sie nur, wenn sie ähnlich heißen — das tun sie oft nicht.
Verlässlich ist nur der Vergleich der Inhalte. Im Terminal geht das so, für den Downloads-Ordner:
cd ~/Downloads
find . -type f -exec md5 -r {} + | sort |
awk '{n[$1]++; z[$1]=z[$1] $0 "\n"} END {for (h in n) if (n[h]>1) printf "%s", z[h]}'Der Befehl listet nur auf, er ändert nichts. Untereinander stehende Zeilen mit derselben Prüfsumme sind inhaltlich identisch — unabhängig vom Dateinamen. Entscheide je Gruppe, welche Fassung bleibt, und prüfe vorher, worauf du zeigst.
Von Hand ist das eine Sache von zwanzig Minuten. Das Problem ist, dass es in drei Monaten wieder so aussieht.
Genau dafür ist FILYXA gebaut: Die App liest einen Ordner, den du freigibst, und schlägt für jede Datei ein Ziel vor — nach Typ, nach Alter, nach Herkunft, und nach inhaltlich identischen Kopien. Jede Zeile nennt den Grund. Bewegt wird nur, was du abhakst, gelöscht wird nie, und jeder Lauf lässt sich mit einem Klick zurücknehmen.
Sie ist kostenlos, ohne Abo und ohne In-App-Käufe.